Die zehn Gebote der Blog- und Wiki-Etikette

Das Internet, das zum großen Teil vom usercentric Web 2.0-Trend angetrieben wird, hat sich als Kommunikationsplattform erheblich weiterentwickelt und bietet Menschen innovative Mittel, um in Kontakt zu bleiben und Wissen sofort mit anderen auf der ganzen Welt zu teilen. Blogs und Wikis, die es den Menschen ermöglichen, ihre Gedanken im Internet zu verbreiten und an Dokumenten zusammenzuarbeiten, sind die Schwergewichte dieser Bewegung. Und obwohl sie wunderbare Werkzeuge sind, um unterschiedliche Menschen zusammenzubringen und Wissen anzusammeln, können sie sich auch schnell in das Online-Äquivalent von grunzenden Affen verwandeln. Und du willst doch kein widerspenstiger Affe sein, oder? Natürlich nicht.

[Diashow : Die zehn Gebote der Blog- und Wiki-Etikette]

Wie wir mit "Die zehn Gebote der Handyetikette" gezeigt haben, erfordern neue Kommunikationsmodi neue Verhaltensregeln. Denken Sie beim Tippen einfach an diese Zehn Gebote von Blogs und Wikis, und Sie werden sich über den Kampf erheben - und eine fruchtbare, lebhafte Diskussion ermöglichen.

Und wenn Sie von einem Trottel wissen, den wir verpasst haben, können Sie im Kommentarfeld ein eigenes Gebot abgeben.

1. Du sollst deine Meinung nicht mit der Wahrheit des Evangeliums verwechseln. Insbesondere bei der Erörterung strittiger Fragen besteht die starke Versuchung, unanfechtbare Autorität in diesem Bereich zu beanspruchen. Ja, jeder hat das Recht, persönliche Meinungen zu äußern. Wenn Sie Ihr Blog oder Wiki jedoch eher wie ein Panel als wie eine Kanzel behandeln, ist der Dialog eher göttlich.

2. Du sollst keine persönlichen Angriffe hervorrufen. Eine der magischen Kräfte, die Blogs und Wikis zu besitzen scheinen, ist die Fähigkeit, ansonsten vernünftige Menschen in strittige Schulkinder zu verwandeln. Wenn das Diskussionsthema nicht "Sagen Sie etwas Beleidigendes über jemanden, der eine andere Meinung als Sie hat" lautet, lassen Sie die persönliche Beschimpfung aus. Faustregel: Streiten Sie mit dem Beitrag, nicht mit dem Poster.

3. Du sollst bei dem Thema bleiben. Insbesondere Blogs können in Eile tangential werden. Für manche ist das ein Teil des Charmes - man beginnt mit einer Idee und endet an einem völlig anderen Ort. Das ist alles schön und gut, aber lassen Sie Tangenten im Kontext der Diskussion organisch entstehen. Wenn Sie etwas wildes zu sagen haben, starten Sie einen neuen Thread oder behalten Sie ihn für sich, bis er relevant wird.

4. Du sollst deine Referenzen zitieren. Wie wir alle wissen, können die Leute Statistiken erstellen, um alles zu beweisen. vierzig Prozent aller Menschen wissen das. Heben Sie sich also von der Herde ab, indem Sie zeigen, woher Sie Ihre Fakten beziehen. Sie sehen sachkundig, ehrlich und vertrauenswürdig aus - was mag man daran nicht?

5. Du sollst interpunktieren und groß schreiben. Wir sagen nicht, dass Sie jeden Beitrag mit einem Auge auf das Chicago Manual of Style schreiben sollten, aber das Schreiben mehrerer Absätze als ein gigantischer Satz, der nur aus Kleinbuchstaben besteht, ist ein definitives Nein-Nein. Wie in ALL CAPS geschrieben, was wie Schreien ist! Interpunktion ist dein Freund, also benutze sie.

6. Du sollst dich deinen Fehlern stellen. Trotz des gegenteiligen Online-Bruststoßes ist niemand perfekt. Du wirst Fehler machen. Sie werden sich in Dingen irren. Anstatt defensiv zu sein und es zu leugnen, geben Sie einfach Ihren Fehler zu und fahren Sie fort. Wenn Sie den Drang haben, jemanden wegen eines Fehlers zu verprügeln, lesen Sie das zweite Gebot.

7. Du sollst keine Aliase oder Sockenpuppen verwenden. Wenn Sie eine separate Identität erfinden müssen, um die Illusion einer Übereinstimmung zu erzeugen, ist Ihr Standpunkt möglicherweise nicht so gut, wie Sie denken. Obwohl es verlockend ist, Spiele mit der Pseudo-Anonymität zu spielen, die das Internet bietet, ist es weitaus besser, sich an eine Identität zu halten.

8. Du sollst die Trolle nicht füttern. Wenn Menschen Beleidigungen ausspucken, Kämpfe führen oder konträre Positionen einnehmen, nur um sich zu widersetzen, ignorieren Sie sie. Das Beleidigen von Online-Schurken oder das Verwickeln in Argumente bringt nichts, sondern verschmutzt die Seiten nur noch weiter mit sinnlosem Hin und Her.

9. Du sollst deine Bilder in der Größe verändern. Denken Sie daran, dass nicht jeder wie Sie schreiend schnelle Breitbandverbindungen hat und nicht jeder die Geduld hat, auf das Herunterladen des riesigen Bildes Ihres Haustierleguans zu warten. Außerdem sind randbrechende Bilder einfach nur nervig.

10. Du sollst das alte Sprichwort respektieren: Was im Wiki passiert, bleibt im Wiki. Es ist wunderbar, wie Blogs und Wikis Ihnen neues Wissen, neue Erkenntnisse und neue Perspektiven bieten können, und Sie sollten das Gelernte auf jeden Fall mitnehmen, wenn Sie Ihren Computer verlassen. Aber all die Streitereien, Streitereien, Korrekturen und anderen Possen, die nötig waren, um dorthin zu gelangen? Lassen Sie diese zurück - Sie müssen Ihre Wiki-Capades nicht mit nach Hause nehmen.