Microsoft beendet Windows SteadyState

Windows SteadyState ist ein praktisches Tool zum Verwalten von eigenständigen PCs an öffentlichen Orten, die sich an eine bunte Crew von Gastbenutzern richten. In einer kürzlichen, knappen Ankündigung zog Microsoft den Stecker: "SteadyState wird mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 auslaufen. Microsoft wird Windows SteadyState nach dem 30. Juni 2011 nicht mehr unterstützen."

Tausende von Bibliotheken, kleinen Organisationen, gemeinnützigen Organisationen, Internetcafés, Schulen und Administratoren, die Windows-Computer unterstützen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, befinden sich ohne PC-Paddel auf dem alten Bach. Selbst große Unternehmen mit Pools öffentlich verfügbarer PCs, die nicht mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind, verlassen sich auf SteadyState.

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Mit dem kostenlosen Windows SteadyState von Microsoft können Administratoren Windows-PCs sperren, ohne dass der Aufwand für die Einrichtung einer Domäne anfällt. Stattdessen wird SteadyState auf einem einzelnen PC ausgeführt, nicht über ein Netzwerk. Es bietet die Möglichkeit, Änderungen an der Festplatte eines PCs zu löschen und bei jedem Neustart von Windows mit einer bestimmten Konfiguration von vorne zu beginnen.

SteadyState speichert alle auf dem Boot-Laufwerk des PCs vorgenommenen Schreibvorgänge zwischen. Der Administrator kann SteadyState veranlassen, den Cache bei jedem Neustart des PCs zu löschen und den ursprünglichen Zustand des PCs wiederherzustellen. Heruntergeladene Windows-Updates erhalten eine Sonderfreigabe. Sie werden nicht gezappt, wenn der Cache aktualisiert wird.

Mit den Programmeinstellungen kann der Administrator den Zugriff auf viele Teile von Windows beschränken: den Registrierungseditor, den Task-Manager, das Hinzufügen oder Entfernen von Druckern, das Brennen von CDs oder DVDs und vieles mehr. Internet Explorer kann blockiert oder auf bestimmte Websites beschränkt werden. Bestimmte Programme können auch blockiert werden, entweder für bestimmte Benutzer oder für alle Benutzer. Ein Administrator kann sogar ganze Festplatten ausblenden, sodass auf sie nicht mehr zugegriffen werden kann. Benutzern kann eine maximale Anzahl von Möglichkeiten zugewiesen werden, auf die sie auf den Computer zugreifen dürfen, und ein Administrator kann nach einer bestimmten Zeit einen Neustart erzwingen. Ziemlich schlau.

Klingt zu gut um wahr zu sein? Oder zumindest zu gut, um frei zu sein? Es gibt einen Grund, warum Microsoft diesen verschenkt hat.

SteadyState ist aus dem US Libraries Program der Bill & Melinda Gates Foundation hervorgegangen. Das US-Bibliotheksprogramm stellte von 2001 bis 2003 mehr als 60.000 PCs für 11.000 Bibliotheken bereit. Diese sogenannten "Gates-PCs" wurden mit einer Sperrsoftware namens Public Access Security Tool (PAST) geliefert. Als die Gates Foundation 2004 die Unterstützung für PAST einstellte, nahm Microsoft 2005 das Shared Computer Toolkit auf, mit dem SteadyState 2007 begann.

SteadyState 2.5, die letzte Version, wurde vor zwei Jahren veröffentlicht. Microsoft hat weder Windows 7 zum SteadyState-Repertoire hinzugefügt, noch hat SteadyState eine 64-Bit-Version von Windows unterstützt. Und jetzt ist SteadyState offiziell eine Waise.

Wenn Sie SteadyState verwenden, funktioniert es nach Jahresende weiter - Microsoft unterstützt Sie einfach nicht mehr. Sogar das Support-Forum soll im kommenden Juni verschwinden.

Wenn Sie nach Alternativen suchen, kenne ich zwei. Faronics Deep Freeze kostet 45 USD pro PC für ein einjähriges Paket. HDGUARD geht das Problem ab 34 US-Dollar pro PC stärker auf die Festplatte aus.

Dieser Artikel "Microsoft tötet Windows SteadyState" wurde ursprünglich auf .com veröffentlicht. Erfahren Sie im Tech Watch-Blog, was die wichtigen technischen Neuigkeiten wirklich bedeuten.